ASETEK INITIUM COCKPIT REVIEW
Als Asetek Fan der ersten Stunde, musste ich mir einfach auch einen Eindruck über die neuen Entry-Level Produkte machen. Neben dem Cockpit, das nun für kurze Zeit im RACADEMY Raceroom zu Testzwecken stand, gibt es auch eine Wheelbase, ein Lenkrad und individuell erweiterbare Pedale unter dem Namen "Initium", die ich noch nicht probieren konnte beziehungsweise ich mit den "Forte" und "Invicta" Produkten wohl wahrscheinlich die idealeren Produkte bereits zur vollsten Zufriedenheit im Einsatz habe.
Aber nun zum Cockpit, ein großartiges Produkt, stabil, flexibel, kompakt und einfach in der Handhabung, und das Beste:
Für die gebotene Qualität auch wirklich GÜNSTIG!
Das Ziel meines Cockpit-Setups war es zu zeigen, wie wenig eigentlich ein Top-Simulator kosten kann, ohne wirkliche Kompromisse eingehen zu müssen. Ultrawide-Screen in 49 Zoll an einer RTX2060, Direct-Drive Wheelbase, starke Loadcell-Pedalerie mit haptischem Feedback, sowie natürlich auch 2 Bassshakern, direkt am Cockpit montiert. Man steht ja vor bzw. während der Montage des Cockpits vor der Wahl, normale Auto bzw. GT/Rallye Sitzposition oder eher liegend wie in einem LMP. oder Formel-Fahrzeug. Die Wahl viel, Aufgrund der Nutzung des Ultrawide-Screens (montiert am optionalen integrierten Monitor-Mount) und vielleicht auch wegen der Optik des Initium-Sitzes auf zweiteres.
Der Sitz ist übrigens bequem, mit angehemen Bezugsstoff, lässt sich auch zusammenklappen und die Lehne geringfügig anpassen. Dieser Mechanismus hat aber auch einen, vielleicht den einzigen Nachteil, nämlich ein wenig Flex, nicht wirklich störend, aber ab Bremskräften von 35kg bewegt sich die Lehne einfach mit dem Körper nach hinten. Der Sitz ist auf einem Standard-Seatslider montiert, heißt also auch jede andere Sitzschale würde genauso gut Platz finden.
Durch die gebotenen Verstellmöglichkeiten lässt sich für jeden die passende Sitzposition finden, ob eher aufrecht oder liegend entscheiden letztendlich die persönlichen Vorlieben. Ein paar diesbezgügliche Entscheidungen sind jedenfalls bereits während des Aufbaues zu treffen. Prinzipiell lässt sich aber auch im Nachhinein noch vieles problemlos verändern, jedenfalls nicht mit mehr Aufwand verbunden, als man es bei einem Aluprofil-Rig ist.
Die integrierte Monitor-Halterung lässt sich perfekt einstellen, auch sehr nah am Lenkrad, was viele ander integrierte Lösungen so nicht einmal annähernd bieten. Das Direct-Drive Lenkrad ist einfach zu montiert und das Cockpit vermeldet keinerlei Flex oder Geräusche, außer den schön übertragenen Vibrationen von den Bassshakern, gibt es auch hier keine störenden Nebengeräusche zu vermelden und bis auf die etwas mitarbeitende Rücklehne des Sitzes machen auch 80kg am Bremspedal absolut keine Probleme. Auf einer Seite hat das Cockpit auch Räder verbaut, sprich man kann den gesamten Simulator wie eine Schubkarre verschieben, theoretisch das ganze Ding sogar an die Wand aufstellen, so man den Platz zwischendurch für etwas anderes braucht. Auf Kabellängen zum PC bzw. generell auch eine gewisse Portabilität des Computers sollte beim prinzipiell mögichen Bewegen geachtet werden.
Stichwort PC: Vor allem bei günstigeren Installationen kommt natürlich auch häufig die Frage nach Verwendung an einer Konsole. Auch das macht natürlich Sinn, klar sein muss einem dabei aber, dass es gewissen Einschränkungen bei Bildformat und Eingabegeräten gegeben sind, auch auf Optionen wie Bassshaker, Tactiles oder Haptic-Reaktoren muss mangels Telemetrie-Daten verzichtet werden.
Was kostet dieser Spaß nun wirklich?
- Asetek Initium Cockpit inkl. Sitz mit Slider & integrierte Monitor-Halterung, NEU: 620€
- DD Wheelbase von Asetek, Fanatec, Moza, Simagic usw., NEU od. gebraucht: ab ca. 300€
- Lenkrad Formula- oder GT Style, NEU od. gebraucht: ab ca. 200€
- Loadcell Pedale von Asetek, Fanatec, Heusinkveld, Moza, Simagic, Simgrade, NEU od. gebraucht: ab ca. 300€
- Simagic Haptic-Reaktor Kit, NEU: 155€
- Gaming-PC (inkl. Tastatur und Maus), Empfehlung "gebraucht": ab ca. 600€
- Monitor, Empfehlung 49 Zoll "gebraucht": ab ca. 500€
- Bassshaker-Kit, NEU: 299€
- Stromverteiler, Verbindungskabel, Kleinmaterial: 30€
Wir landen also bei rund 3000€ bei Selbstinstallation für eine Simulator, der in Sachen Fahrbarkeit, Realismus und Erlebnis eigentlich alle Stückerln spielt!
Motorsportliche Grüße,
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